Jungaalbesatz in der Fischerer Köllnitz

Die Fischerei Köllnitz beteiligt sich am Brandenburger Pilotprojekt zur Aalbestandssicherung

Am Dienstag, den 10. August 2021 um 11 Uhr setzt die Fischerei Köllnitz vorgestreckte Aale in die Sielmann Naturlandschaft Groß Schauener Seen ein. Damit engagierte sich die Fischerei zum wiederholten Male im Rahmen des EU Pilotprojektes zur Sicherung des Europäischen Aalbestands im Elbeeinzugsgebiet des Landes Brandenburg für den Erhalt der gefährdeten Fischart, gefördert durch die EU und das Land Brandenburg.

Frederik Buhrke, Betriebsleiter der Fischerei, begleitet den Aalbesatz, indem er die ersten Aale direkt am Ufer des Sees in ihr neues Zuhause entlässt. Für den Großteil der Fische geht es anschließend per Boot auf die Seenkette, wo die Jungaale auf einer Fläche von 955 Hekrar verteilt werden.

Durch Querverbauung von Flüssen und eine große Anzahl an Fressfeinden, besonders des Kormorans, sind die Aalbestände über Jahrzehnte deutlich zurückgegangen. „Die Durchführung ambitionierter Besatzprogramme ist ein Weg, um den Bestand des Aals in natürlichen Gewässern zu bewahren“, so Buhrke.

Inmitten der Idylle laden die Köllnitzer Fischerstuben, die zum „Gastgeber des Jahres 2020“ im Seenland Oder-Spree ausgezeichnet wurden, mit einem neuen modernen Einrichtungskonzept und einer gemütlichen, großen Sonnenterrasse mit Seeblick täglich zu frischen und geräucherten Fischspezialitäten aus der eigenen Manufaktur ein. Auf dem Fischereigelände gibt es viel zu entdecken: vom eigenen Hofladen mit frischem Fang, geräucherten Spezialitäten, Salaten und Fischbrötchen über das Fischereimuseum bis hin zu einer Ausstellung der Heinz Sielmann Stiftung. Über einen Naturlehrpfad gelangt man zudem zum Aussichtsturm Selchow, der einen wunderschönen über Sielmanns Naturlandschaft Groß Schauener Seen.